Mönchspfefferpflanze mit violetten Blüten Closeup
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Mönchspfeffer

Der keusche Bruder des Schwarzen Pfeffers

Was ist Mönchspfeffer?

Die Geschichte von Mönchspfeffer (vitex agnus-castus) reicht bis in die Antike zurück. Der Name verrät: Die getrockneten Beeren wurden nicht nur als Gewürz, sondern auch zur Förderung von Enthaltsamkeit genutzt. Ein echtes Pfeffergewächs ist er allerdings nicht.

Herkunft des Mönchspfeffers

Mönchspfeffer ist gar kein richtiger Pfeffer – damit gesellt er sich in die Reihe getrockneter Beeren, die als Gewürz genutzt werden und aufgrund ihrer Schärfe den Namen verpasst bekamen. Eigentlich gehört der Mönchspfeffer aber zu den Eisenkrautgewächsen und kommt aus dem Mittelmeerraum und Vorderasien.
Im Mittelalter glaubte man, er wäre ein Anaphrodisiakum, würde also Enthaltsamkeit fördern. Aus diesem Grund wurde er Mönchen verabreicht, die sich der weltlichen Liebe bekanntlich fernhalten sollten – so kam er auch zu seinem Namen. Heute wird angenommen, dass einige Stoffe in der Pflanze tatsächlich auf die Hypophyse wirken und damit Auswirkungen auf den Hormonhaushalt haben. Deshalb wird er auch hierzulande heute noch vor allem zu gesundheitlichen Zwecken eingesetzt.

Geschmack von Mönchspfeffer

Der Geschmack von Mönchspfeffer ist eher mild und erdig. Die getrockneten Beeren sind weitaus weniger intensiv als Schwarzer Pfeffer und bringen eine leicht herbe Note mit. Tatsächlich hat Mönchspfeffer zwar pfeffrige Aromen, erinnert aber eher an die Samen mediterraner Kräuter.
Mönchspfefferkörner Closeup

Verwendung von Mönchspfeffer

Wofür wird Mönchspfeffer verwendet?

Als Gewürz kommt Mönchspfeffer vor allem bei Marinaden für Fleisch und in Soßen zum Einsatz. Auch Suppen, Beilagen und Gewürzmischungen können von der milden Schärfe profitieren. Das Aufgießen als Tee ist eine beliebte Option, allerdings sollte man dabei vorsichtig dosieren.

Wie wird Mönchspfeffer verwendet?

Wie bei allen getrockneten Beeren kommt das Aroma am besten zum Einsatz, wenn sie frisch gemahlen oder zerstoßen werden – dann entfalten sich die ätherischen Öle.

Ersatz für Mönchspfeffer – welche Alternativen gibt es?

Für Mönchspfeffer gibt es keine wirkliche Alternative, wer aber etwas Schärfe möchte, kann einfach zu herkömmlichem Schwarzen Pfeffer greifen und bei Bedarf mit Kräutern herbe Aromen ergänzen.
Mönchspfeffer in Fakten
  • Schärfegrad: Leicht scharf
  • Varianten: Ganz, gemahlen
  • Konsistenz: Trocken

Wo finde ich Mönchspfeffer?

Mönchspfeffer ist als Gewürz bei uns nicht in Supermärkten zu finden und auch in Gewürzgeschäften wird es schwierig, da er nicht als klassisches Gewürz wahrgenommen wird. In Online-Shops kann man die ganzen Körner allerdings beziehen:
Schon gewusst?
Neben dem Verweis auf die frommen Mönche hat der Pfeffer auch weitere Beinamen, die auf die hormonelle Wirkung hinweisen: „Keuschbaum“ oder „Keuschlamm“ – letzterer in Anlehnung an ein unschuldiges, keusches Lamm.
Evelyn Marunde
Evelyn Marunde
feinkosten Ressort Gewürze
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