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Hefeweizen

Geschichtsträchtiges Bier, das nicht wegzudenken ist
Hefeweizen in Fakten
  • Ursprungsland: Deutschland
  • Region: Bayern
  • Seit dem 15. Jahrhundert
  • Weißbier ist in Bayern das Synonym
  • Ø Alkoholgehalt: 5,5 %
  • Sorten: Dunkel, Helles & Kristall
  • Kalorien: 230 kcal pro 500 ml
Das Hefeweizenbier hat heute seine feste Position in der Bierwelt. Doch das war nicht immer der Fall. Das obergärige Bier hat seine Wurzeln in Bayern und musste einige Hürden überstehen, ehe es sich seinen Platz auf dem Podest verdient hat. Der Bierstil wird gerne mit dem Sommerbeginn assoziiert und besonders in seiner alkoholfreien Variante nach dem Sport sehr beliebt.

Die Geschichte von Hefeweizen

Weizen war im 15. Jahrhundert ein wertvolles Gut. Nicht nur für Bier, sondern auch für die Herstellung notwendiger Lebensmittel wie Brot brauchte die Bevölkerung das Getreide. Um den Verbrauch zu rationieren, wurde im Jahr 1447 in München das Brauen mit Weizen verboten. Knapp 70 Jahre später hielt dieses Verbot immer noch an und weitete sich gar auf ganz Bayern aus. 

Der Tiefpunkt und der Aufstieg

Als gegen Ende des 18. Jahrhunderts das gesellschaftliche Interesse am Hefeweizenbier nachließ, wurde das Verbot 1798 aufgehoben und die Brauereien durften sich uneingeschränkt der Herstellung widmen. Trotz aller Mühe erlebte das Hefeweizen keinen Aufschwung und erreichte seinen absoluten Tiefpunkt in den 1960er-Jahren. Von 100 gebrauten Bieren waren gerade mal drei davon Hefeweizenbiere. Schließlich kam die Kehrtwende und der Bierstil zog wieder die Aufmerksamkeit auf sich und erlebte seither einen regelrechten Boom.

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Brauart & Besonderheiten

Damit das Hefeweizenbier sich so nennen darf, muss es einige Bedingungen erfüllen. Mindestens 50 Prozent des verwendeten Malzes müssen Weizen sein. Die Brauereien, die das Bier brauen, verwenden dabei in der Regel einen Anteil von 60 bis 70 Prozent. Hopfen als Gegenspieler wird daher relativ zurückhaltend eingesetzt. Gewollt ist ein harmonischer Ausgleich zum hohen Weizengehalt mit dezenter Hopfenbittere. Obergärig gebraut wird die Gärtemperatur genaustens überwacht, damit die erforderliche Würze den Geschmack bildet und in der perfekten Konzentration zugeführt wird.
Die unterschiedlichen Hefeweizen-Sorten sind:
  • Helles: Der Klassiker, naturtrüb und erfrischend. Wie alle Weizenbiere, zeichnet es der hohe Anteil an Weizenmalz aus. Mit einem durchschnittlichen Alkoholgehalt von 5,5% und Kalorien von 230 kcal pro 500 ml, der Standard von Heweizen.
  • Dunkel: Durch die Beigabe von gerösteten Malzen wird diese Sorte dunkler als ein herkömmliches Hefeweizen. Das bedeutet nicht, dass es mehr Alkohol oder Kalorien enthält.
  • Kristallweizen: Der Name leitet sich vom Aussehen des Bieres ab, eingeschenkt ins Weizenglas ist es fast durchsichtig, eben kristallklar. Es unterscheidet sich auch durch seinen niedrigeren Alkoholgehalt von 4,6 % leichteste Hefeweizen-Variante.

Aussehen, Geruch & Geschmack 

Ein helles Gelb strahlt und schimmert goldig in einer bleibenden Naturtrübe.  Groß und cremig erhellt die weiße Schaumkrone das Bierglas. Das ist das Aussehen des Hefeweizenbiers. Die Aromen sind facettenreich und reichen von Banane bis Gewürznelke. Sanft und süffig lässt es sich trinken und findet bei großem Publikum Anklang aufgrund seiner fast nicht vorhandenen Hopfenbittere.

Bekannte Hefeweizen-Marken

Das obergärige Hefeweizenbier wird in ganz Deutschland fleißig gebraut. Hergestellt von weit bekannten und viel beworbenen Brauereien, wie Erdinger, Franziskaner, Paulaner und Schöfferhofer, aber auch jenen, die weniger geläufig sind wie Alpirsbacher, Gold Ochsen und Störtebeker.
Brauerei Weihenstephan
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  • Die älteste Brauerei der Welt
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Augustiner Bräu München
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  • Älteste Brauerei Münchens
  • Bekannt für das Helle Lager
  • Seit 1328
Maisel & Friends
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  • Gegründet 1887
  • Bier-Erlebnis-Welt in Bayreuth
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  • Aus Stralsund
  • Seit 1827
  • Mit eigenem Online-Shop
Zötler Brauerei
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  • Älteste Brauerei in der Region
  • Osterbier, Craftbeer, Berglimo
  • Heimdienst Lieferservice
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  • Seit 1445
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Brauhaus Tegernsee
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  • Einstige Klosterbrauerei
  • Herzoglich Brauhaus Tegernsee
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Ratsherrn
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Unser Fazit

Weißbier ist in der Region Bayern ein synonymer Name für das Hefeweizen. Jene Regionen südlich des Mains bevorzugen trotz enormer Auswahl diesen Bierstil. Kein Wunder konnte es in den letzten 20 Jahren regelrechte Erfolge feiern und ist heute die beliebteste Biersorte in Bayern und Umgebung. 
Das Hefeweizenbier weist einen sehr geringen Anteil an Hopfen auf. Deshalb hat es viele Anhänger, denn es ist kaum bitter im Nachtrunk. Obwohl es klischeebedingt heißt, dass das Hefeweizen den Sommer einläutet, kann es getrost das ganze Jahr hindurch verkostet werden.
Der süßliche Geschmack passt hervorragend zu pikanten Gerichten, der die Schärfe ideal ausbalanciert: Ob zu einem üppigen Essen, bei einer Grillparty oder zu einem Apéro.
Kurz gesagt
Spätestens mit der verstärkten Aufmerksamkeit für gluten-freie Kost, werden die Eigenschaften von Weizen als Getreide unter die Lupe genommen. Ein Weizenbier liegt mit durchschnittlich 230 kcal pro halben Liter auch deutlich über den Kalorien eines Pils (130 kcal) aber immer noch hinter einer Berliner Weisse (255 kcal) oder einem Bockbier (275 kcal).
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