Die Goslar
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Gose

Ein Bier so ungewöhnlich und historisch verankert, wie kaum ein anderes in Deutschland. Wer eine wirklich urdeutsche Bierspezialität kennenlernen will, ist hier an der richtigen Adresse.
Gose in Fakten
  • Ursprungsland: Deutschland
  • Region: Niedersachsen
  • Seit dem 27. März 1332
  • Ø Alkoholgehalt: 4,5 %
  • Kalorien: 180 kcal pro 500 ml
  • Gehört zum Bierstil Weißbier
  • Beliebt in der Craft Beer Szene
Klostergewölbe mit Sonneneinfall von rechts
Der 27. März 1332 ist der Tag, auf den die erste namentliche Nennung der Gose zurückzuführen ist. Gebraut wurde sie im Kloster Ilsenburg in der Nähe von Goslar. Hierher stammt auch der Name des Bieres, denn der kleine Fluss Gose fließt durch das Städtchen Goslar und brachte damals das nötige Brauwasser zur Gose-Herstellung bei

Geschichte

Es dauerte rund 400 Jahre, bis die Gose in Leipzig ankam. Der Legende nach ist Fürst Leopold von Anhalt-Dessau dafür verantwortlich. Wer auch immer es war, er oder sie tat den Leipzigern einen Gefallen. Innerhalb kürzester Zeit wurde Gose eine Art Stadtbier in Leipzig und war nicht mehr wegzudenken. Im Jahr 1744 wurde ein Verzeichnis aufgesetzt, in dem die Gose als eines der beliebtesten Biere in Deutschland geführt wurde.
Mit den Jahren liefen andere Biersorten der Gose den Rang ab, wodurch es bereits im Laufe des 19. Jahrhunderts keine Gose mehr aus Goslar gab. Und auch in Leipzig war 1966 Schluss mit Gose.
Nachdem die Gose bereits mit dem Zweiten Weltkrieg von der Bildfläche verschwand und erst einige Jahre später wiederentdeckt wurde, sollte es auch 1985 zu einem Revival kommen. Doch auch dieses hielt nicht lange, weshalb die Gose wieder in der Versenkung verschwand und erst mit dem Jahrtausendwechsel eine erneute Wiederauferstehung feierte. Besonders die Craft-Beer-Szene hat einen großen Anteil an dieser Entwicklung.

Bier Empfehlungen

Ursprünglich entstand der salzige Geschmack der Gose durch das Brauwasser aus dem gleichnamigen Fluss. Dieses war so mineralhaltig, dass es dem Bier diese Geschmacksnote verlieh.
Carsten Konsens
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Die Goslar

Gose Herstellung & Besonderheiten

Heute setzen Brauer dafür richtiges Salz im Brauprozess ein. Da es sich jedoch um ein altbewährtes Bier und Braugut handelt, macht das Reinheitsgebot in diesem Fall eine begründete Ausnahme.
Aber was genau macht die Gose eigentlich so besonders? Generell zählt Gose zu den Weißbieren, wird von vielen aber auch als Sauerbier betitelt. Beim Brauprozess kommen Hefe und Milchsäurebakterien zum Einsatz. Traditionell wird Gose nicht gefiltert, nicht pasteurisiert und in Flaschen gereift. Der angesetzte Sud hat einen Mindestanteil von 50 Prozent Weizenmalz und ergibt ein Bier mit einem Alkoholgehalt von rund 5 Prozent. 

Aussehen, Geruch & Geschmack

Die spezielle Brauweise lässt bereits erahnen, dass es sich bei der Gose um ein geschmacklich interessantes Bier handelt. Der Geruch der Gose erinnert dabei oft an Apfelaromen. Gose hat einen spritzig-fruchtigen Charakter und ist aufgrund der ungefilterten Herstellung schön trüb, mit einer gelben Farbe. Geschmacklich ist eine säuerliche, leicht salzige Note prägend für klassische Gose. Auch ein Hauch von Koriander bestimmt das einzigartige Geschmackserlebnis.

Bekannte Gose Brauereien

Zu den bekanntesten Marken zählt Ritterguts Gose aus der Brauerei Reichenbrand in Chemnitz, bei der Gose nach traditionellem Verfahren und Rezept gebraut wird. Besonders bei Craft-Beer-Brauereien ist Gose momentan sehr beliebt, weshalb viele kleinere Brauereien Gose auf den Markt bringen. Und das nicht nur in Deutschland, sondern auch in den USA und Neuseeland.
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Unser Fazit

Eigentlich stirbt man historisch linear betrachtet nur einmal aus. Die Gose ist jedoch in der Vergangenheit immer wieder von neuem ausgestorben. Heute erfreut sich die Gose (zumindest zum jetzigen Zeitpunkt) bester Gesundheit.
Gose ist eine regionale Spezialität, die in ihrer Geschichte sämtliche Höhen und Tiefen erlebt hat, die einem Bier so widerfahren können. Dass es sich um eine besondere Biersorte handelt, deren Geschmack weltweit seinesgleichen sucht, zeigt die große Beliebtheit der Gose bei internationalen Craft-Beer-Brauern. Nur mit diesen einzigartigen Aromen schafft man es vom kleinen Flüsschen in Goslar zu weltweiter Anerkennung.
Kurz gesagt

Die Geschichte der Gose lässt sich wie folgt zusammenfassen: Gose wird erfunden. Gose ist total beliebt. Vor allem Leipzig findet Gose super. Dann irgendwie nicht mehr. Gose gerät in Vergessenheit und stirbt mit dem Zweiten Weltkrieg aus. Gose ersteht auf. Um 1966 verscheindet Gose wieder. Gose feiert ein Comeback. Und stirbt wieder aus. Heute? Gose Revival! To be continued?

Carsten Konsen
Carsten Konsen
feinkosten Redakteur