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Kölsch

Eine der bekanntesten regionalen Spezialitäten der Bierwelt: Die wenigen verbliebenen Brauereien in Köln schöpfen das süffige Bier mit gelebter Tradition von über 750 Jahren.
Kölsch in Fakten
  • Ursprungsland: Deutschland
  • Region: Köln
  • Seit 1906
  • Ø Alkoholgehalt: 4,9 %
  • Kalorien: 106 kcal auf 200 ml
  • Ausschank in 200 ml Gläsern, den Kölsch-Stangen

Nur Köln Kann kölsch

Die Geschichte des Kölschs findet seine Anfänge bereits im Jahr 1250, als das Kölner Brauamt gegründet wurde. Auch wenn in über 750 Jahren Brautradition in Köln verschiedenste Biersorten gebraut wurden, dauerte es bis ins Jahr 1906, bis das erste Kölsch gebraut wurde. Die Brauerei Sünner brachte das obergärige Bier auf den Markt und bewarb dieses 1918 erstmals offiziell als Kölsch.
Bis ins 19. Jahrhundert hinein brauten in Köln bis zu 100 Brauereien ihre Spezialitäten. Von denen blieben nach dem Zweiten Weltkrieg lediglich zwei bestehen. Die Brauereien Dom und Sünner. In der Nachkriegszeit wuchs innerhalb kürzester Zeit die Zahl der ansässigen Brauer wieder auf 24 und bereits 1960 brauten sie in Köln mehr als 500.000 Hektoliter Kölsch.
Im Jahr 1963 fällte das Landgericht Köln eine wegweisende Entscheidung: Kölsch war nach dessen Auffassung nicht nur eine Biersorte, sondern auch ein Verweis auf die Herkunft des Produkts.
Carsten Konsen
feinkosten Bierressort
Als diese Einschätzung 1977 vom Oberlandesgericht bestätigt wurde, war klar, dass Kölsch fortan nur noch in Köln hergestellt werden darf. Die genauen Rahmenbedingungen dafür vereinbarten die Kölsch-Brauereien 1986 in der Kölsch Konvention. Seit 1997 ist Kölsch auch gemäß EU-Richtlinien eine geschützte regionale Spezialität.
Kölner Dom

Brauart

Gemäß dem deutschen Reinheitsgebot wird Kölsch aus Gerstenmalz, Hopfen und Wasser gebraut. Das Vollbier hat eine Stammwürze von 11,3 °P und setzt hauptsächlich auf Hopfen aus dem Niederrhein. Das Spezielle am Kölsch ist die obergärige Hefe, die im Gegensatz zu anderen Bieren bei nur ca. 16 Grad statt 20 Grad vergoren wird. Zudem wird das Bier anschließend für längere Zeit bei geringen Temperaturen gelagert. So bekommt das obergärige Bier einen eher untergärigen Touch.

„Lecker Kölsch“

Kölsch ist ein sehr süffiges obergäriges Bier, mit einem Alkoholgehalt von 4 bis 5 %. Der milde Geschmack mit leicht fruchtigen Noten entfaltet sich am besten zwischen 5 und 8 Grad Trinktemperatur. Das klare, helle Bier entwickelt in der Kölsch-Stange eine stabile Schaumkrone. Trotz obergäriger Hefe ist Kölsch geschmacklich eher untergärigen Bieren zuzuordnen.

Kölsch-Tradition

Natürlich hebt sich das Kölsch aufgrund der regionalen Schutzmarke von anderen Bieren ab. Besonders die Kölsch-Tradition macht diese Biersorte zu etwas Besonderem. So ist es in der Kölsch-Konvention geregelt, dass Kölsch in 0,2 Liter Kölsch-Stangen auszuschenken ist. In Kölner Brauhäusern wird das Kölsch vom Köbes serviert und vom Zappes gezapft. Wer seine leere Kölsch-Stange nicht mit dem Bierdeckel abdeckt, wird hier regelmäßig mit Nachschub versorgt.

Bekannte Kölsch-Brauereien

Von einst rund 100 Brauereien sind heute nur noch neun verblieben. Aufgrund von Lohnbrauverträgen werden in diesen Brauereien zurzeit 24 Kölsch-Marken gebraut, zu den meistge- und besuchten gehören Früh Kölsch, Mühlen Kölsch, Sünner Kölsch, Gaffel Kölsch, und Peters Kölsch.
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Drinks de ejne met?

Gemäß Paragraf 10 des Kölschen Grundgesetzes - „Drinks de ejne met?“ - können wir die obergärigen, aber irgendwie untergärigen Biere aus Köln nur empfehlen. Eine deutsche Bierspezialität mit viel Tradition und klarer Herkunft. Nicht nur die geschützte regionale Marke sondern auch die typischen kleinen 0,2 Liter Kölsch-Stangen heben das Kölsch von anderen Bieren ab. Durch den geringen Luftkontakt in den schmalen Gläsern bleibt das strohgelbe Bier mit seiner festen Schaumkrone länger frisch. Perfektionierter Biergenuss aus Köln.
Kurz gesagt

Nicht zu Unrecht fragt sich mancher Biertrinker, wie viel Kölsch ein Bier ergeben. Doch ein echtes Kölsch kommt vom Köbes und gehört einfach in eine Kölsch-Stange. Die obergärige Bierspezialität wird aus gutem Grund in den kleinen 0,2 Liter-Stangen ausgeschenkt, und zwar Geschmack und Erlebnis. Der süffige Genuss und die einzigartige Geschichte von Kölns bestem Bier, machen es zu etwas besonderem.

Carsten Konsen
Carsten Konsen
feinkosten Redakteur
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