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Mourvèdre

Wissenwertes zur Rebsorte

Manche mögen’s heiß

Mourvèdre zählt in heißen spanischen Anbaugebieten unter der Bezeichnung Monastrell zu den bedeutendsten roten Sorten und steht im Nachbarland Frankreich für feurige, gerbstoffbetonte Weine, deren Duft ein deutliches Brombeeraroma verströmt.

Geschichte & Herkunft des Mourvèdre

Rebforscher gehen davon aus, dass es sich bei Mourvèdre um eine alte spanische Rebsorte handelt, deren Name möglicherweise mit der iberischen Stadt Grao de Murviedro in Zusammenhang steht. Im 14. Jahrhundert wurde sie rund um Valencia erstmals erwähnt und gelangte zwei Jahrhunderte später nach Südfrankreich.
Weinreben mit Mourvèdre-Schild
iStock.com/Michael Vi

Verbreitung des Mourvèdre

Mourvèdre ist noch heute unter dem Synonym Monastrell in spanischen Anbauregionen beheimatet, zuweilen auch als Mataro, und findet sich auf der anderen Seite der Grenze vor allem in der Appellationen Bandol, im Languedoc-Roussillon, und an der südlichen Rhône wieder. Hier ist er eine von 13 für Rotweine zugelassenen Sorten der Appellation Châteauneuf-du-Pape. Und auch Übersee-Länder haben Spaß an den wärmeliebenden Trauben.

Anbaugebiete für Mourvèdre

  • in warmen Weinbauländern
  • Schwerpunkt:
    Spanien, vor allem Kastilien-La Mancha, Valencia, Jumilla, Yecla / Südfrankreich
  • Weitere wichtige Länder:
    Kalifornien, Australien, Südafrika

3 Shops für Mourvèdre-Weine

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Weinreben mit Mourvèdre-Schild

An- und Ausbau des Mourvèdre

Mourvèdre ist divenhaft, reift spät und benötigt sehr warmes Klima, um zur vollen Reife zu gelangen. Hitzeresistenz ist eine der Charaktereigenschaften, Anfälligkeit gegenüber Krankheiten eine weitere. Dennoch ist die Sorte wegen ihrer opulenten Weine beliebt.
In Frankreich wird sie selten sortenrein vinifiziert, jedoch in vielen Cuvées als wuchtiger Partner eingesetzt. Die besten Kombis werden erzielt mit Syrah, Grenache, Cinsault und Carignan. In Spanien gibt es hingegen traditionell reinsortige Gewächse, ergänzt von Cuvées aus Monastrell, Cabernet Sauvignon, Merlot oder Syrah.

Mourvèdre-Weine – ein Überblick

Zwei Stilrichtungen bestimmten das rote Mourvèdre-Spektrum: Auf der einen Seite stehen moderne, früher trinkreife, äußerst fruchtbetonte Vertreter. Auf der anderen Seite gibt es die klassischen, tiefdunklen und gerbstoffreichen Weine, die eine lange Flaschenreife benötigen, um die Tannine zugänglich zu machen. Sie werden in der Regel im Holzfass vinifiziert und haben ein großes Alterungspotenzial.
Beide Varianten vereint die kräftige Aromatik und die intensiven Aromen von Brombeeren, dunkler Schokolade, Gewürzen und Leder. Darüber hinaus finden sich Mourvèdre-Trauben auch in Rosés und Schaumweinen wieder.

Synonyme

  • Monastrell, Mataro: in Spanien verwendete Bezeichnungen

Herausragende Weingüter für Mourvèdre

Genuss rund um Mourvèdre

Das passende Glas für einen Mourvèdre-Rotwein ist großvolumig: ideal für vollmundige, schwere Tropfen. Der Wein tritt mit viel Sauerstoff in Kontakt, sodass sich die Aromen gut entfalten können. Man findet es unter der Bezeichnung Burgunderglas.

Trinktemperatur

  • die optimale Trinktemperatur liegt für rote Mourvèdre bei 16 bis 18 °C
Tipp: Eine Stunde vorher öffnen und eventuell dekantieren.
  • Rosés schmecken bei 10 bis 12 °C
  • Schaumweine lieben 6 bis 8°C

Welches Essen passt zu Mourvèdre?

moderner Mourvèdre-Rotwein
  • Steaks, gegrilltes Lamm, Spareribs, Burger  
klassischer Mourvèdre-Rotwein
  • Wildgerichte, Ochsenschwanz, geschmorte Kalbsbäckchen, Rinderschmorbraten, Wildgerichte 
Schaumwein
  • als Aperitif, zum Grillen 
Rosé
  • Fischsuppe, Tapenade, Anchovis in Öl mit Weißbrot, gegrillter Fisch mit Knoblauch