Frische Bhut Jolokia Chilis
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Bhut Jolokia

Scharfe Schote aus Indien

Was ist Bhut Jolokia?

Wir verbinden Chilis oft mit Südamerika, aber auch aus Indien kommen scharfe Exemplare. Bhut Jolokia, auch unter Namen wie Bhin Jolokia oder Naga Jolokia bekannt, ist eine davon. Und was für eine: Lange verkannt, gilt sie heute als eine der weltweit schärfsten Chilisorten.
Bhut Jolokia oder Naga Jolokia ist ein Chili, genauer eine Zuchtform der Capsicum chinense, und extrem scharf. So scharf, dass sie als eine der schärfsten Sorten der Welt gilt und einen Eintrag im Guiness-Buch hat.
Die Namensfrage ist verwirrend: Bhut Jolokia, Bih Jolokia, Naga Jolokia, Nagahari und weitere lokale Bezeichnungen verweisen auf dieselbe Chilisorte. Es gibt Übersetzungen wie „Geisterchili“ und „Giftchili“, die angesichts des Schärfegrades nicht verwundern würden. Wahrscheinlicher aber sind die vielen Namen auf unterschiedliche lokale Bezeichnungen in Nordostindien zurückzuführen, so könnte Naga Jolokia auf das Kriegervolk Naga verweisen und Bhut kann zwar auch mit „Geist“ übersetzt werden, bezieht sich aber vermutlich auf die Herkunft aus Bhutan.

Woher kommt Bhut Jolokia?

Diese Chilisorte stammt aus dem Nordosten Indiens, hauptsächlich aus Bundesstaaten wie Assam, Nagaland und Manipur. Dort wird sie üblicherweise in Mischkultur mit Reis angebaut. Aber auch in privaten Gärten sind diese Chilisorten oft zu finden. Erzählungen zufolge können sie in den Hausgärten Höhen bis zu vier Meter erreichen. Dafür braucht sie allerdings eine Weile, wer ernten will, muss bis zu 160 Tage warten.
Schokovariante der Bhut Jolokia 
Eigentlich ist Bhut Jolokia eine stinknormaler Chili. Aber irgendwann wurde in einem Feld in Assam eine schokoladenbraune Schote gefunden. Das kennen Chilifreunde von der Chocolate Habanero. Und auch die braune Bhut Jolokia wurde von Züchtern selektiert und weiterentwickelt. Die schmecken allerdings nicht schokoladig, sondern genauso scharf wie die rote Variante.

Wie viel Scoville hat eine Bhut Jolokia?

Vorsicht, die ist so richtig scharf. Die Sorte Bhut Jolokia wurde 2006 im Guinness-Buch der Rekorde als der schärfste Chili der Welt anerkannt, erreichte über eine Million Scoville und sprengte damit alle gekannten Schärfegrenzen. Dennoch wurde sie später von anderen Sorten wie der Trinidad Moruga Scorpion, Carolina Reaper und Pepper X vom Thron geschubst.
Salsa in brauner Schale von oben

Mit Bhut Jolokia kochen

Wofür verwendet man Bhut Jolokia?

Trotz ihrer extremen Schärfe besitzt die Bhut Jolokia ein leicht süßliches Aroma, ähnlich dem der Habaneros. Das Feuer der Schote überdeckt andere Geschmacksnoten allerdings nicht, sondern hebt sie hervor. Darum ist die Schote eine beliebte Zutat und wird häufig frisch verwendet, entweder roh oder mitgekocht.
Aber auch das Konservieren ist üblich: Traditionell wird sie entweder in geriebenen Bambussprossen zwei Wochen in der Sonne getrocknet oder in Senföl und Zitronensaft eingelegt. So vorbereitet, können sie dann beim Kochen verwendet werden. Sie eignet sich für Salate, Salsas und natürlich vor allem die Herstellung von Hot Sauces.

Wie verwendet man Bhut Jolokia?

Sparsam. Angeblich soll eine einzige Frucht für die Mahlzeit einer Familie mit fünf oder sechs Personen locker ausreichen. Da sie bereits in geringen Mengen so extrem für Schärfe sorgt, sollte sehr vorsichtig mit ihr umgegangen werden – egal ob frisch oder als Pulver. Zur Verwendung von Handschuhen wird geraten.

Ersatz für Bhut Jolokia – welche Alternativen gibt es?

Habanero ist ein guter Ersatz für Bhut Jolokia. Geschmacklich sind sich die beiden Sorten sehr ähnlich, wobei die Bhut Jolokia ausgeprägte Noten von Ananas und Maracuja mitbringt.
Bhut Jolokia in Fakten
  • Scoville: Über eine Million
  • Herkunft: Indien
  • Varianten: Samen, getrocknet (ganz, geschrotet, gemahlen)

Bhut Jolokia in der Variante gemahlen

Bremer Gewürzhandel Bhut Jolokia gemahlen

Wo finde ich Bhut Jolokia?

Bhut Jolokia ist in Europa nicht weit verbreitet und daher frisch kaum zu bekommen. Aber die Samen oder das Gewürzpulver können in spezialisierten Online-Shops oder im Gewürzhandel erhältlich sein.
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Lange verkannt, dann gekrönt: Die Bhut Jolokia wurde erst im Jahr 2000 wissenschaftlich erwähnt und auch dann wurde der gemessene Schärfegrad von 855.000 Scoville angezweifelt. Einen solchen Wert hatte es schließlich noch nicht gegeben. Erst einige Jahre später tauchten die ersten Chilis auf, und die Bhut Jolokia wurde endlich vom Guinness-Buch als schärfste Chili anerkannt.
Evelyn Marunde
Evelyn Marunde
feinkosten Ressort Gewürze
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